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Der Bootvorgang

Starten eines Personal Computers

Nach dem einschalten des Rechners baut zunächst das Netzteil eine Sollspannung auf und versorgt alle wichtigen Baugruppen mit Strom. Dann beginnt der sogenannte Bootvorgang ("booten" = laden, hochfahren), der über das BIOS (Basic Input Output System) gesteuert wird.

Das BIOS befindet sich auf einem auf dem Motherboard (Hauptplatine) befindlichen Chip in einem geschützten, nicht löschbaren Speicherbereich, dem ROM (Read Only Memory, "Speicher, aus dem nur gelesen werden kann").     (Abbildung 1)  . Kurz nach dem Einschalten des Rechners sieht man auf dem Bildschirm entsprechend eine BIOS-Meldung mit Angabe des Herstellers und evtl. der Version und des Herstellungsjahres. Auch erscheint ein Hinweis, wie sich das BIOS - Setup aufrufen lässt. Dies ist je nach Hersteller unterschiedlich, bei einem AWARD BIOS z.B. lautet die Meldung "Press del to Enter Setup" (del = "Entf" Taste), bei einem PHOENIX BIOS "Press F2 to Enter Setup". Drückt man dann auf die entsprechende Taste, gelangt man in die Hauptmaske des BIOS-Setup Programms und kann diverse Einstellungen vornehmen. Dies ist jedoch nur für Erfahrene Anwender zu empfehlen, da hier unsachgemäße Veränderungen den gesamten Rechner unstartbar machen können.

Das BIOS ist also eine fest in einem Chip "eingebrannte" Software. Diese enthält auch den sogenannten Urlader, ein kleines Programmodul, das immer dann abläuft, wenn der Rechner neu gestartet wird. Der Urlader führt nacheinander folgende Funktionen aus:

Das Programm führt einen kurzen Selbsttest des Rechners und aller angeschlossenen Geräte aus, der auch POST (Power On Self Test) genannt wird. Dabei lässt sich links oben auf dem Bildschirm erkennen, wie die Bytes des Hauptspeichers "hochgezählt" werden. Außerdem werden bei den Diskettenlaufwerken die Betriebsanzeigen kurz aufleuchten. Die einzelnen Baugruppen (Speicher, Grafikkarte, Tastatur, Laufwerke usw.) werden kurz auf Betriebsbereitschaft überprüft und eventuelle Fehler durch Hinweise auf dem Bildschirm bzw. durch "Piepstöne" gemeldet. Nach dem POST des Rechners sucht das BIOS nach einem Datenträger (Diskette, Festplatte), der Systemdateien eines Betriebssystem enthält.

Standardmäßig (wenn im BIOS nicht geändert) wird zuerst versucht, das Betriebssystem von einer Diskette im Laufwerk A: zu laden. Dadurch wird gewährleistet, dass der Rechner im Notfall, (z.B. bei Defekt der Festplatte, Zerstörung des Betriebssystems durch Viren oder Trojaner etc.), auch von einer bootfähigen Diskette gestartet werden kann und somit noch diverse Aktionen, wie das Retten von wichtigen Daten, durchgeführt werden können.

Befindet sich beim Start eine Diskette im Laufwerk A:, die keine Systemdateien eines Betriebssystems enthält, also nicht bootfähig ist, erscheint folgende Fehlermeldung:

Kein System oder Laufwerkfehler
Wechseln und Taste drücken

Ist keine Diskette im Laufwerk und die Geometrie der ersten Festplatte wurde vom BIOS erkannt, wird versucht, von dieser den MBR (Master Boot Record) zu laden. Der MBR enthält ein Mini - Programm, welches die weiteren Informationen zum Laden eines jeweiligen Betriebssystems enthält und dieses dadurch gestartet wird.