Primäre und erweiterte Partitionen

Es gibt es zwei verschiedene Arten von Partitionen: primäre und erweiterte.

Meistens sind Betriebssysteme in primären Partitionen installiert, vor allem Microsoft-Systeme setzen dies sogar zwingend voraus.

Da die Partitionstabelle im MBR (Länge 64 Bytes) nur maximal 4 Einträge mit jeweils 16 Bytes aufnehmen kann, können je Festplatte nur 4 primäre Partitionen angelegt werden. Möchte man jedoch mehr als 4 Partitionen einrichten, kann man dies dadurch erreichen, indem man auf der Festplatte 3 primäre und eine erweiterte Partition anlegt.

Eine erweiterte Partition kann im Gegensatz zur primären Partition keine Dateien oder Betriebssysteme aufnehmen. Sie ist lediglich ein Container für weitere Partitionen. Die Typkennungen 05 oder 0F weisen eine solche erweiterte Partition aus. Innerhalb dieses Containers lassen sich sogenannte logische Laufwerke anlegen. Durch diesen Kniff ist es möglich, mehr als vier Partitionen pro Festplatte zu realisieren. Für Microsoft-Betriebssysteme sind insgesamt bis zu 23 logische Laufwerke erlaubt, denn mehr Laufwerksbuchstaben ab dem Buchstaben C gibt es nicht.

Jede erweiterte Partition enthält einen Partitionssektor , der in seinem Aufbau exakt dem MBR entspricht. Es fehlt hier jedoch der Bootloader (Bootcode), es wird lediglich die Partitionstabelle genutzt. In diesem Partitionssektor haben wiederum vier Partitionen Platz. Eine erweiterte Partition nutzt immer nur zwei Einträge ihrer Partitionstabelle: Der Erste beschreibt die Position des logischen Laufwerks, der Zweite die Position einer zusätzlichen erweiterten Partition. Diese wiederum bietet Platz für ein logisches Laufwerk und so fort. So entsteht quasi eine Kette von erweiterten Partitionen, die jeweils ein logisches Laufwerk enthalten. Dabei ist die erste erweiterte Partition (die im MBR definiert ist) so groß, dass die anderen Partitionen darin Platz finden.